personaltraining Hübner

...in Berlin, Potsdam und Umgebung.

Interview

Die Agentur personalfitness.de im Interview mit Marko Hübner

 

Welche sportlichen Trends finden Sie zurzeit spannend?
Der Trend der Zukunft ist meiner Ansicht nach das dreidimensionale Training, weil es uns Menschen optimal auf den Alltag vorbereitet. Hierbei werden nicht nur einzelne Muskeln, sondern ganze Bewegungen trainiert. Gute Möglichkeiten dafür bietet das Training mit dem eigenen Körpergewicht, freien Gewichten oder an Kabelzügen. Außerdem gehört das sogenannte Life Kinetik unbedingt zu den Herausforderungen für die Zukunft. Ein spezielles Gehirntraining durch Bewegung, wobei hierbei vor allem die Brainflow-Methode und Methoden der modernen Gehirnforschung, der Psychomotorik und der Bewegungslehre Anwendung finden. Die Life Kinetik Formel lautet: Wahrnehmung plus Gehirnjogging plus Bewegung ist gleich mehr Leistung.

 

Was halten Sie von Fitnesstraining an Maschinen?
Diese Form von Krafttraining ist meiner Ansicht nach gut für zwei Gruppen von Menschen- Rehapatienten und Bodybuilder. Wenn Sie Bodybuilder sind- also schon seit Jahren Krafttraining machen, auf Ihre Ernährung achten und Ihr Körperfett im einstelligen Bereich liegt-, kann es sinnvoll sein, einzelne Muskeln isoliert zu trainieren. In der Rehabilitation ist Krafttraining an Maschinen sinnvoll, wenn der Körper so schlapp geworden ist, dass er Stück für Stück wieder aufgebaut werden muss. Alle anderen Menschen sind gut beraten, wenn Sie dreidimensionale Bewegungen trainieren. Auch alltagsnahe Bewegungen wie beispielsweise das Kniebeugen erweisen sich als überaus sinnvoll.

 

Wissenschaftliche Ergänzung: Die Verteidiger der Trainingsmaschinen argumentieren, dass diese extra dafür entworfen wurden, die Zahl der möglichen Fehler zu begrenzen. Doch Maschinen belasten den Rücken und die Gelenke oft mehr als nötig und versagen bei der Simulation von Alltagsbewegungen fast immer, schreibt Prof. Stuart McGill in seinem Buch "Ultimate Back Performance and Fitness", Experte für die Biomechanik der Wirbelsäule von der Universität Waterloo im kanadischen Ontario.

 

Beispielsweise haben "Forscher herausgefunden, dass die Beinstreckmaschine nur eine einzige Sache trainiert: besonders stark in der Beinstreckmaschine zu werden. In einer der wenigen Studien zu diesem Thema wurden an der Universität von Kentucky 23 Patienten mit Knieschmerzen untersucht, um herauszufinden, was sie effektiver stärkt: ein Step-up-Training (Stufensteigen) oder die Beinstreckmaschine. Das Ergebnis war, dass beide Gruppen bei den Beinstreckübungen stärker wurden, aber nur die Gruppe mit dem Stufentraining wurde auch bei den funktionellen Tests besser. Grund: Die Beinstreckmaschine hat nichts mit unserer natürlichen Nutzung der Beine zu tun. Chris Powers, Biokinese-Forscher an der Universität von Südkalifornien, stellte fest, dass beim Gehen der Oberschenkelknochen unter der Kniescheibe rotiert, beim Training in einer Maschine jedoch die Kniescheibe auf dem Oberschenkelknochen. Die Mechanik der Maschine simuliert nicht das, was eine funktionelle Bewegung macht (zum Beispiel Gehen, Laufen oder Treppensteigen)." (BestLife, Ausgabe 3, 2008)


Wie motiviert sich ein Personal Trainer?
Das ist eine schöne Frage. Die Motivation hole ich mir von den Trainingszielen meiner Klienten, wenn diese glauben, sie seien nicht erreichbar. Beispielsweise die Aussage: "Ich werde das nie schaffen" motiviert mich immer wieder aufs Neue. Und natürlich lebt ein Personal Trainer vom positiven Feedback seiner Klienten.

Trainieren Sie in Ihrer Freizeit?
Ja. Bewegung ist für mich ein wesentlicher Bestandteil des Lebens, insbesondere Krafttraining und Yoga.


Welches sind Ihre Lieblings-Übungen?
Zu meinen Lieblings-Übungen zählen das Kniebeugen, effektive Bauchübungen, Kombinationsübungen wie beispielsweise Ausfallschritte mit Armeinsatz auf unebenem Untergrund. Aber auch einige Yoga und Pilates Elemente zählen dazu.

 

Wofür können Sie sich in Ihrer Freizeit begeistern und was machen Sie selbst gern?

Also, es macht mir Spaß, Hindernisse zu bezwingen wie beim Fisherman’s Friend StrongmanRun. Ansonsten gehe ich gern klettern, laufen mit dem TRX, Eishockey und Beachvolleyball spielen sowie Military Fitness & militärischer Fünfkampf.
 

Was macht Ihnen an Ihrem Beruf am meisten Freude?
Wenn meine Klienten es geschafft haben, Ihr persönliches Ziel zu erreichen. Außerdem sehe ich meine berufliche Tätigkeit nicht als Arbeit an. Es ist genau der Beruf, der mir täglich zeigt, Arbeit kann tatsächlich Spaß machen. Ich liebe die Abwechslung, den permanenten Ortswechsel, sich immer wieder auf eine neue Situation einzulassen.

Welches sind die schwierigsten Momente Ihrer Arbeit?
Um das zu verdeutlichen möchte ich Ihnen eine kurze Geschichte schildern. Eine Kundin entschloss sich, sich sechs Monate von mir persönlich betreuen zu lassen. Sie wollte 8 Kg Körpergewicht verlieren. Nach vier Wochen sagte sie zu mir, dass ihr Gewicht gleich geblieben ist. Daraufhin hatte sie keine Lust mehr, weiter zu machen. In diesem schwierigen Moment ist es meine Aufgabe, sie davon zu überzeugen, dass der Körper Zeit zur Umstellung benötigt. Erst nach sechs bis acht Monaten verändert sich das äußere Erscheinungsbild. Schließlich kämpfte die Frau mit sich und machte weiter. Was glauben Sie? Ja, sie hat es geschafft.

Was wären Sie geworden, wenn Sie heute nicht als Personal Trainer arbeiten würden?
Möglicherweise wäre ich dann Leiter eines Kinderbewegungszentrums geworden. Ich halte es für überaus wichtig, dass gerade unsere Kinder für Bewegung begeistert werden.
 
Was macht Ihrer Meinung nach ein gutes Personal Training aus?
Ein gutes Personal Training ist für mich, wenn der Kunde vom Training begeistert ist und sagen kann: Mein Training war zwar anstrengend, jedoch freue ich mich auf die nächste Trainingseinheit.

Das setzt voraus, dass die "Chemie" zwischen Kunde und Personal Trainer stimmt.
 
Welche Grundwerte bestimmen Ihr Leben?
Familie, Freunde, Harmonie, Gerechtigkeit, Glück, Vertrauen, Ehrlichkeit, Treue, Hingabe, Leidenschaft und Lust.

Was ist Ihnen in Ihrem Leben wichtig?
Meine Familie.

Haben Sie ein Idol oder welche Person bewundern Sie und warum?
Oh ja, Steinzeitmenschen beeindrucken mich sehr. Wir können Vieles von unseren Vorfahren lernen. Es gibt aber auch Menschen wie Anton Tschechow und Hermann Hesse, die mein Leben maßgeblich bestimmen. Genauso wie Shaolin-Mönche, weil diese Menschen ein Leben führen, welches wir uns oft wünschen. Shaolin-Mönche sind innerlich zufrieden, geistig klar, gelassen und voller Selbstvertrauen. Darüber hinaus gibt es auch eine Situation im Film "Der Patriot" mit Mel Gibson, die mich sehr bewegt hat. Darin gab es eine Schlacht zwischen Engländern und Amerikanern, die für die Amerikaner schon fast verloren schien. Doch dann nahm eine einzelne Person die Fahne in die Hand und schrie: "Linie halten". Daraufhin rauften sich alle tapfer auf und die Schlacht konnte so gewonnen werden.

Auch ich bin der Meinung, dass es sehr wichtig ist, im Leben die Linie zu halten. Damit meine ich, sich von niemandem einschüchtern zu lassen, sondern an seinem persönlichen Weg festzuhalten.

Nennen Sie drei Eigenschaften, die voll auf Sie zutreffen.
Zuverlässig, ehrlich, einfühlsam.

Was hätten Sie in Ihrem Leben gerne anders gemacht?
Ich wäre gern vor meinem 30. Geburtstag Vater geworden.

 

Wann wurden Sie Vater?
Unser Sohn wurde 2008 geboren.


Wovon träumen Sie?
Oh, ich habe viele Träume. Beispielsweise träume ich von einem Haus, in denen zwei oder drei weitere Familien leben. Vielleicht ein schöner Bauernhof in der näheren Umgebung von Potsdam. Natürlich mit Pferden, Hühnern und Hasen. Außerdem träume ich seit meinem letzten Besuch im Meilenwerk Berlin von einer Fahrt mit einem Mercedes Benz Ponton Cabrio 220 SE. Natürlich trage ich einen Anzug mit Hosenträger und habe obendrein einen schicken Hut auf.

Wie sieht Ihr Traumurlaub aus?
Ganz einfach und bescheiden. Camping, im Wohnwagen unterwegs mit der Familie.

Gibt es Ihrer Ansicht nach Menschen, die so "unsportlich" sind, dass es keinen Sinn macht, es auch nur zu versuchen?
Oh nein, jeder Mensch kann sportlich sein. Ich freue mich auf jeden, egal ob sportlich oder unsportlich, dick oder dünn, jung oder alt, arm oder reich, schwach oder stark.

Unser Ziel ist es, jeden Klienten als einzigartige Persönlichkeit zu behandeln und entsprechend seinen Zielen und Bedürfnissen professionell zu betreuen, seine Lebensqualität positiv zu beeinflussen, die Symbiose von Körper und Geist zu stärken- jedem Einzelnen in einem exklusiven Ambiente ein „sich Wohlfühlen“ zu schenken.


 

Im Park

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Kniebeugen in der Natur

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Ausfallschritt mit Armeinsatz

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TRX Training

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Hangeln im Grunewald

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Beweglichkeitstraining

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Dehnen der Brustmuskulatur

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Dehnen

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