personaltraining Hübner
Ihr persönlicher Fitnesscoach
Interview
Die Agentur personalfitness.de im Interview mit Marko Hübner
Welche sportlichen Trends finden Sie zurzeit
spannend?
Der Trend der Zukunft ist meiner Ansicht nach das
dreidimensionale Training, weil es uns Menschen optimal auf den Alltag
vorbereitet. Hierbei werden nicht nur einzelne Muskeln, sondern ganze
Bewegungen trainiert. Gute Möglichkeiten dafür bietet das Training mit
dem eigenen Körpergewicht, freien Gewichten oder an Kabelzügen.
Was halten Sie von Fitnesstraining an Maschinen?
Diese Form von Krafttraining ist meiner Ansicht nach gut für zwei
Gruppen von Menschen- Rehapatienten und Bodybuilder. Wenn Sie
Bodybuilder sind- also schon seit Jahren Krafttraining machen, auf Ihre
Ernährung achten und Ihr Körperfett im einstelligen Bereich liegt-, kann
es sinnvoll sein, einzelne Muskeln isoliert zu trainieren. In der
Rehabilitation ist Krafttraining an Maschinen sinnvoll, wenn der Körper
so schlapp geworden ist, dass er Stück für Stück wieder aufgebaut werden
muss. Alle anderen Menschen sind gut beraten, wenn Sie dreidimensionale
Bewegungen trainieren. Auch alltagsnahe Bewegungen wie beispielsweise
das Kniebeugen erweisen sich als überaus sinnvoll.
Wissenschaftliche Ergänzung: Die Verteidiger der Trainingsmaschinen argumentieren, dass diese extra dafür entworfen wurden, die Zahl der möglichen Fehler zu begrenzen. Doch Maschinen belasten den Rücken und die Gelenke oft mehr als nötig und versagen bei der Simulation von Alltagsbewegungen fast immer, schreibt Prof. Stuart McGill in seinem Buch "Ultimate Back Performance and Fitness", Experte für die Biomechanik der Wirbelsäule von der Universität Waterloo im kanadischen Ontario.
Beispielsweise haben "Forscher herausgefunden, dass die Beinstreckmaschine nur eine einzige Sache trainiert: besonders stark in der Beinstreckmaschine zu werden. In einer der wenigen Studien zu diesem Thema wurden an der Universität von Kentucky 23 Patienten mit Knieschmerzen untersucht, um herauszufinden, was sie effektiver stärkt: ein Step-up-Training (Stufensteigen) oder die Beinstreckmaschine. Das Ergebnis war, dass beide Gruppen bei den Beinstreckübungen stärker wurden, aber nur die Gruppe mit dem Stufentraining wurde auch bei den funktionellen Tests besser. Grund: Die Beinstreckmaschine hat nichts mit unserer natürlichen Nutzung der Beine zu tun. Chris Powers, Biokinese-Forscher an der Universität von Südkalifornien, stellte fest, dass beim Gehen der Oberschenkelknochen unter der Kniescheibe rotiert, beim Training in einer Maschine jedoch die Kniescheibe auf dem Oberschenkelknochen. Die Mechanik der Maschine simuliert nicht das, was eine funktionelle Bewegung macht (zum Beispiel Gehen, Laufen oder Treppensteigen)." (BestLife, Ausgabe 3, 2008)
Wie motiviert sich ein Personal Trainer?
Das ist eine schöne Frage. Die Motivation hole ich mir von
den Trainingszielen meiner Klienten, wenn diese glauben, sie seien
nicht erreichbar. Beispielsweise die Aussage: "Ich werde das nie
schaffen" motiviert mich immer wieder aufs Neue. Und natürlich lebt ein
Personal Trainer vom positiven Feedback seiner Klienten.
Trainieren Sie in Ihrer Freizeit?
Ja. Bewegung ist für mich ein wesentlicher Bestandteil des
Lebens.
Welches sind Ihre Lieblings-Übungen?
Zu meinen Lieblings-Übungen zählen das Kniebeugen, effektive Bauchübungen, Kombinationsübungen
wie beispielsweise Ausfallschritte mit Armeinsatz auf unebenem
Untergrund. Aber auch einige Yoga und Pilates Elemente zählen dazu.
Wofür können Sie sich in Ihrer Freizeit begeistern und was machen Sie selbst gern?
Also, es macht mir Spaß, Hindernisse zu bezwingen wie beim Fisherman’s
Friend StrongmanRun. Ansonsten gehe ich gern klettern, laufen mit
dem TRX,
Eishockey spielen, Inline
Skaten, Beachvolleyball spielen sowie Military Fitness &
militärischer Fünfkampf.
Was macht Ihnen an Ihrem Beruf am meisten
Freude?
Wenn meine Klienten es geschafft haben, Ihr persönliches Ziel zu
erreichen. Außerdem sehe ich meine berufliche Tätigkeit nicht als Arbeit
an. Es ist genau der Beruf, der mir täglich zeigt, Arbeit kann
tatsächlich Spaß machen. Ich liebe die Abwechslung, den permanenten
Ortswechsel, sich immer wieder auf eine neue Situation einzulassen.
Welches sind die schwierigsten Momente Ihrer
Arbeit?
Um das zu verdeutlichen möchte ich Ihnen eine kurze
Geschichte schildern. Eine Kundin entschloss sich, sich sechs Monate von
mir
persönlich betreuen zu lassen. Sie wollte 8 Kg Körpergewicht verlieren.
Nach vier Wochen sagte sie zu mir, dass ihr Gewicht gleich geblieben
ist. Daraufhin hatte sie keine Lust mehr, weiter zu machen. In diesem
schwierigen Moment ist es meine Aufgabe, sie davon zu überzeugen, dass
der Körper Zeit zur Umstellung benötigt. Erst nach sechs bis acht Monaten
verändert sich das äußere Erscheinungsbild. Schließlich kämpfte die
Frau mit sich und machte weiter. Was glauben Sie? Ja, sie hat es
geschafft.
Was wären Sie geworden, wenn Sie heute nicht als
Personal Trainer arbeiten würden?
Möglicherweise wäre ich dann Leiter eines
Kinderbewegungszentrums geworden. Ich halte es für überaus wichtig, dass
gerade unsere Kinder für Bewegung begeistert werden.
Was macht Ihrer Meinung nach ein gutes Personal
Training aus?
Ein gutes Personal Training ist für mich, wenn der Kunde
vom Training begeistert ist und sagen kann: Mein Training war zwar
anstrengend, jedoch freue ich mich auf die
nächste Trainingseinheit.
Das setzt voraus, dass die "Chemie" zwischen Kunde und Personal
Trainer stimmt.
Welche Grundwerte bestimmen Ihr Leben?
Familie, Freunde, Harmonie, Gerechtigkeit, Glück,
Vertrauen, Ehrlichkeit, Treue, Hingabe, Leidenschaft und Lust.
Was ist Ihnen in Ihrem Leben wichtig?
Meine Familie.
Haben Sie ein Idol oder welche Person bewundern
Sie und warum?
Idole gibt es nicht für mich. Es gibt aber Menschen wie Anton Tschechow
und Hermann Hesse, die mein Leben maßgeblich bestimmen. Genauso wie Shaolin-Mönche, weil diese Menschen ein Leben führen, welches wir uns
oft wünschen. Shaolin-Mönche sind innerlich zufrieden, geistig klar,
gelassen und voller Selbstvertrauen. Darüber hinaus
gibt es auch eine Situation im Film "Der Patriot" mit Mel Gibson, die
mich sehr bewegt hat. Darin gab es eine Schlacht zwischen
Engländern und Amerikanern, die für die Amerikaner schon fast verloren
schien. Doch dann nahm eine einzelne Person die Fahne in
die Hand und schrie: "Linie halten". Daraufhin rauften sich alle tapfer
auf und die Schlacht konnte so gewonnen werden.
Auch ich bin der Meinung, dass es sehr wichtig ist, im Leben die
Linie zu halten. Damit meine ich, sich von niemandem einschüchtern zu
lassen, sondern an seinem persönlichen Weg festzuhalten.
Nennen Sie drei Eigenschaften, die voll auf Sie
zutreffen.
Zuverlässig, ehrlich, einfühlsam.
Was hätten Sie in Ihrem Leben gerne anders
gemacht?
Ich wäre gern vor meinem 30. Geburtstag Vater geworden.
Wann wurden Sie Vater?
Unser Sohn wurde 2008 geboren.
Haben Sie einen beruflichen Traum?
Ja, ich träume von einer
eigenen kleinen Fitness Lounge, um meinen Klienten das zu geben, was sie auch wirklich
brauchen.
Wie sieht Ihr Traumurlaub aus?
Camping, im Wohnwagen unterwegs mit der Familie.
Gibt es Ihrer Ansicht nach Menschen, die so
"unsportlich" sind, dass es keinen Sinn macht, es auch nur zu versuchen?
Oh nein, jeder Mensch kann sportlich sein. Ich freue mich
auf jeden, egal ob sportlich oder unsportlich, dick oder dünn, jung oder
alt, arm oder reich, schwach oder stark.
Unser Ziel ist es, jeden Klienten als einzigartige Persönlichkeit zu behandeln und entsprechend seinen Zielen und Bedürfnissen professionell zu betreuen, seine Lebensqualität positiv zu beeinflussen, die Symbiose von Körper und Geist zu stärken- jedem Einzelnen in einem exklusiven Ambiente ein „sich Wohlfühlen“ zu schenken.